
Regimentschefs
Regimentschefs waren meist und ab 1807 immer die Könige von Preußen und späteren Kaiser des Deutschen Reiches. Daher sind die meisten Namen in dieser Liste sehr prominent. Nach der offiziellen Regiments-Chronik von 1902.
I. Chefs des Regiments Kurprinz, bzw. Kronprinz, bzw. Bataillon Grenadiergarde Nr. 6
| Ernennung zum Chef | Name |
| 10.06.1675 |
Friedrich Kurprinz von Brandenburg (König Friedrich I. in Preußen) |
| 04.08.1688 |
Friedrich Wilhelm Kurprinz von Brandenburg (König Friedrich Wilhelm I. in Preußen) |
| 23.06.1740[1] |
Gottfried Emanuel von Einsiedel |
| 08.10.1745 | Wolf Friedrich von Retzow |
| 05.02.1760 | Friedrich Christoph von Saldern |
| 20.12.1766 | Hans Siegmund von Lestwitz |
| 17.06.1779 |
![]() Friedrich Wilhelm von Rohdich |
| 29.01.1796 | Friedrich Adrian Dietrich von Roeder |
| 01.01.1798 | Gebhard Friedrich Gottlob von Ingersleben |
| 20.12.1801 bis 18.10.1806 | Karl Ludwig Jakob Edler von Le Cocq |
II. Chefs des Regiments Lottum, bzw. Coenen, bzw. Goltz, bzw. Garde Nr. 15
| Ernennung zum Chef | Name |
| 01.08.1688 | Philipp Carl Freiherr von Wylich zu Lottum |
| 14.03.1719 | Friedrich Wilhelm Freiherr von Coenen zu Siegenwerpp |
| 11.09.1720 | Christoph Heinrich von der Goltz |
| 29.02.1732[2] |
Friedrich Kronprinz von Preußen (König Friedrich II. von Preußen) |
| 17.08.1786 |
König Friedrich Wilhelm II. von Preußen |
| 16.11.1797 bis 28.10.1806 |
König Friedrich Wilhelm III. von Preußen |
III. Chefs des Bataillons Garde zu Fuß, bzw. Regiments Garde zu Fuß, bzw. Ersten Garderegiments zu Fuß
| Ernennung zum Chef | Name |
| 10.11.1808 |
König Friedrich Wilhelm III. von Preußen |
| 07.06.1840 |
König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen |
| 02.01.1861 |
König Wilhelm I. von Preußen (Kaiser Wilhelm I. des Deutschen Reiches) |
| 09.03.1888 |
König Friedrich III. von Preußen (Kaiser Friedrich III. des Deutschen Reiches) |
| 15.06.1888 bis 09.11.1918 |
König Wilhelm II. von Preußen (Kaiser Wilhelm II. des Deutschen Reichs) |

[1] Im Jahr 1730 erfolgte die Umgliederung des Regimentes Nr. 6 mit nunmehr 3 Bataillonen, wobei das I. Bataillon die Tradition der "Langen Kerls" fortführte unter der Bezeichnung I. "Rotes Leib-Bataillon Grenadiere" Nr. 6 und das II./III. Bataillon als "Königs-Regiment" Nr. 6. 1740 erfolgte dann die Umgliederung des I. (Rothen) Leib-Bataillon Grenadiere Nr. 6 und des II./III. Bataillon Königs Regiment Nr. 6 zum "Bataillon Grenadiergarde" Nr. 6. Dieses Bataillon Grenadiergarde Nr. 6 erhielt zum Gedenken an den verstorbenen König "für alle Zeiten" die unveränderte Uniform des Königs-Regiments Nr. 6, also die der Bataillone II. und III. Die Uniform der Langen Kerls (I. Bataillon) hingegen wurde abgeschafft.
[2] Am 23.06.1740 erfolgte auch hier eine Umstrukturierung ähnlich jener des Jahres 1730. Wie sein Vater erhob der neue König beim Amtsantritt nun sein Kronprinzliches Regiment zur neuen Garde und auch er hatte dem I. Bataillon Leibgarde Nr. 15 eine Sonderstellung zugewiesen. Analog zu 1730 wurden die Bataillone II. und III. als "Regiment Garde" Nr. 15 bezeichnet. Der neue König Friedrich II. war ab diesem Tage nur noch Chef der Leibkompagnie und des I. Bataillons Leibgarde Nr. 15.